Für die Judokas der Altersgruppe U15 fand am letzten Wochenende in Karlsruhe die norbadische Meisterschaft statt, die für die Kampfsportler einen wichtigen Qualifikationsschritt darstellt. Durch eine Platzierung auf den vorderen Rängen muss hier das Ticket für die badischen Landesmeisterschaften erkämpft werden, die bereits am nächsten Wochenende in Waldshut stattfinden.
Vom Budo-Kai Bühlertal traten Tom Liebmann und Robin Mohr in einer bis zum Bersten gefüllten Halle gegen eine starke Konkurrenz auf die Matte.
Die beiden Bühlertäler waren mit ihrem Gewicht von knapp über 40kg erstmals in dieser höheren Gruppe unterwegs und entsprechend noch nicht so ganz auf ihre schwereren Gegner eingestellt.
Eine unglückliche Losung führte dazu, dass sich die beiden Budo-Kai-Kämpfer bereits in ihrem ersten Kampf gegenüberstanden, in dem Robin Mohr mit Haltegriff gegen den an diesem Tag sehr gut agierenden Tom Liebmann siegte.
Tom Liebmann musste in seiner zweiten Begegnung gegen einen Kämpfer aus Heidelberg antreten und konnte zunächst eine Wazari-Teilwertung für einen Hüftwurf erlangen. Als er direkt nach dem Niederwurf seinen Kontrahenten auch noch per Haltegriff am Boden fixieren konnte, schien der Kampfsieg  in greifbarer Nähe, doch die Kampfrichter entschieden auf eine Kampffortführung im Stand. Die beiden Kontrahenten schenkten sich nichts und Tom Liebmann bewies bei den kraftraubenden Bodenkampf-Pasasagen echte Nehmerqualitäten. So gelang es ihm, die zahlreichen Attacken des Gegners erfolgreich abzuwehren und auch dessen würgegriffähnliche Festhaltungen ließen den Budo-Kai-Kämpfer nicht zur Aufgabe bewegen. Erst als der Gegner einen Armhebel beim Bühlertäler durchbringen konnte, musste Tom Liebmann diesen Kampf abgeben und schied aufgrund des Doppel-K.O.-Systems aus.
Robin Mohr kämpfte sich routiniert durch das Teilnehmerfeld nach oben, bis er im Finale einem  körperlich zweifellos überlegenen Judoka aus Mosbach gegenüberstand. Dieser Fight war dann auch der an diesem Tag sprichörtliche schwerste Brocken für den Bühlertäler, doch durch extrem schnell angesetzte Techniken konnte er den Gegner immer wieder zu Boden bringen, wo er diesen schließlich per Haltegriff vorzeitig besiegte.
Aufgrund der großen Teilnehmerzahl in dieser Gewichtsklasse hat es am Ende für Tom Liebermann leider nicht zu der ersehnten Qualifikation auf der weiteren Wettkampfleiter gereicht, doch Robin Mohr sicherte seinen Vereinskollegen bereits zu, Bühlertal auch bei den bevorstehenden Landesmeisterschaften gebührend zu verteten. (cm)

Hochkonzentriert wartet Robin Mohr auf das Startsignal zum Finalkampf

Nur durch Mobilisierung aller Kräfte gelang es Robin Mohr, seinen schwereren Finalgegner per Innenschenkelwurf auf die Matte zu befördern