Als sich am letzten Wochenende die schier unglaubliche Anzahl von knapp 700 Judokas in Landau zum internationalem Zwing – Cup einfanden, machte sich natürlich auch das Toptalent Robin Mohr aus Bühlertal auf den Weg, um seine diesjährige Wettkampfbilanz nochmals aufzubessern. Nachdem der Budo-Kai-Kämpfer in diesem Jahr bis in die höchste Wettkampfstufe der süddeutschen Ebene ungeschlagen blieb, lag der Reiz vor allem in bis dato unbekannten Gegnern und dieser sollte in Form von Kämpfern aus Luxemburg, Frankreich und Belgien, wie auch aus den restlichen Bundesländern nicht lange auf sich warten lassen. So wurden auch in diesem Jahr die voll besetzen Zuschauertribünen für ihr Ausharren bis in die späten Abendstunden mit hochkarätigen Wettkämpfen voll und ganz entschädigt. Robin Mohr, der in den letzten Monaten vermutlich mehr Stunden auf der Judomatte als hinter seinem Schülerschreibtisch verbracht hat, war sowohl in physischer Topverfassung als auch technisch in Bestform und zeigte von Beginn an brillante Judotechniken.
Im Auftaktkampf gelang ihm durch eine blitzschnelle Beintechnik der vorzeitige Sieg per Ippon. Auch in seinem zweiten Fight überzeugte der Kaderkämpfer durch abwechslungsreiche Wurfkombinationen und brachte seinen Gegner damit am Boden in den Haltegriff. Der Kontrahent aus Niedersachsen konnte sich jedoch innerhalb weniger Sekunden aus der Festhaltetechnik befreien und setzte den Bühlertäler im Boden schwer unter Druck. Doch die schnellen Richtungswechsel der angesetzten Haltegriffe und Hebeltechniken ließ für keinen Kämpfer eine Punktwertung zu. Mit seiner Spezialabtauchtechnik schoss der Budo-Kai-Kämpfer schließlich auch diesen Gegner vorzeitig ab. Sein schwierigsten Fight hatte der Bühlertäler Robin Mohr noch vor sich, als er auf einen Kämpfer des Landeskaders Nordrhein-Westfalen traf, welcher im Vorfeld bereits als Titelfavorit gehandelt wurde. Die beiden auf Augenhöhe kämpfenden Judokas zeigten ein erstklassiges Duell mit anspruchsvollen Angriffs- wie Kontertechniken, so dass die gesamte Kampfzeit auch ohne Wertung blieb. In der kräftezehrenden Verlängerung bewies der Baden-Kämpfer die bessere konditionelle Verfassung und konnte den Gegner bis zum endgültigen Kampfende mit zahlreichen Angriffen attackieren. Am Ende ging auch dieser Fight per Kampfrichterentscheid verdient an den jungen Athleten der Talgemeinde. Auch der folgende Kampf um den Einzug ins Finale forderte den Baden-Kämpfer bis an die Grenzen seines Leistungsvermögens, denn auch hier musste er über die gesamte Kampfzeit inklusive Verlängerung fighten, um sich für das begehrte Titelfinale zu qualifizieren. In diesem mit großem Zuschauerinteresse verfolgten Duell brillierte Robin Mohr mit einer wunderschönen Aushebetechnik wie aus dem Lehrbuch und holte sich nach ca. 20 Sekunden Kampfzeit den Turniersieg vorzeitig per Ippon. (cm)

Robin Mohr kann auf seine bisher erfolgreichste Judosaison zurückblicken