Nachdem der Start in die aktuelle Wettkampfsaison für den Bühlertäler Robin Mohr nicht zuletzt aufgrund mehrerer Verletzungen und dem Aufstieg in eine höhere Gewichtsklasse in den letzten Wochen etwas holprig verlief, waren eiserne Trainingsdisziplin und volle Einsatzbereitschaft unerlässlich, wollte der Budokai-Kämpfer auch weiterhin an der Kaderspitze stehen.
Nachdem der 14-jährige Kämpfer vor zwei Wochen bei den nordbadischen Bezirksmeisterschaften einen Kampf gegen einen Kontrahenten aus Heidelberg abgeben musste, war seine Entschlossenheit am vergangenen Wochenende umso größer, als in Hockenheim die Fights um den Titel des badischen Landesmeisters der Jugend U15 ausgetragen wurden.
Trotz des leichten Gewichtsnachteils konnte der für Karlsruhe an den Start gehende Bühlertäler bereits seinen ersten Kampf mit mehreren Fußtechniken dauerhaft dominieren, bis er den Gegner per Schulterwurf mit einer Teilwertung zu Boden brachte und dort per Haltegriff bis zum vorzeitigen Kampfende fixierte.
Bereits in der zweiten Begegnung musste Robin Mohr gegen den höher graduierten Kämpfer aus Heidelberg antreten, der ihm zwei Wochen zuvor den Bezirksmeistertitel vereitelte. In einem zunächst sehr ausgeglichenen Kampf wechselten unterschiedliche Angriffe des einen Kämpfers mit Abwehrkontern des Anderen, wobei beide Judoka zunehmend an ihr Limit gingen. Robin Mohr war mit seinen blitzartigen Umsteigetechniken zwischen Schulterwurf nach vorne und abtauchender Innensichel nach hinten etwas besser aufgestellt. Vor allem in der nach dreiminütiger Kampfzeit beginnenden Verlängerung zeigte er die bessere körperliche Verfassung und konnte den stemmigen Gegner schließlich mit einer Ipponwertung für eine kraftvolle Außensicheltechnik auf die Matte donnern.
Im weiteren Turnierverlauf war dann Durchhaltevermögen gepaart mit Leidensfähigkeit angesagt, denn die Gegner wurden in Richtung Finale zunehmend anspruchsvoller.
Als das Startkommando zum Finalkampf ertönte, mobilisierte der Budokai-Zögling ein letztes Mal alle Reserven und wechselte von einem Angriff zum nächsten. Der Kontrahent, der bis dato wegen glücklicher Losung weniger kräftezehrende Kämpfe absolviert hatte stand wie ein Baum und die Wurfansätze von Robin Mohr scheiterten an dessen schierer Widerstandskraft. Doch der kampferfahrene Bühlertäler rief immer wieder neue Techniken ab. Schließlich nutzte er dann die Eindrehbewegung des Gegners aus, brachte sich blitzschnell hinter ihn in eine tiefe Position, um den Kontrahenten auszuheben und per Rückwurf hinter sich zu werfen. Ein spektakulärer Kraftakt, der in diesem Kampfstadium keinem der Kämpfer mehr zugetraut wurde und eine volle Punktwertung (Ippon) und damit den vorzeitigen Turniersieg für Robin Mohr brachte. Der diesjährige Landesmeister-Titel war zweifellos bisher der Schwierigste für den jungen Bühlertäler und nicht nur die Trainer blicken mit Spannung auf die am kommenden Wochenende stattfindenden Süddeutschen Meisterschaften.

 

Robin Mohr bei einer hoch angesetzten Beintechnik

Nach erstklassiger Leistung verdienter Titelgewinner:
Robin Mohr vom Budokai Bülertal