Auch im Judosport versucht man, Turniere für Teilnehmer und Ausrichter möglichst effizient zu gestalten. Aus diesem Grund wurden dieses Jahr erstmalig die für die Qualifikation relevanten Landesmeisterschaften der Judo-Männer von Baden und von Württemberg in einem gemeinsamen Turnier in Pforzheim ausgetragen.

Robin Mohr musste mit seinen 17 Jahren zum ersten Mal in der Altersklasse U21 ran und kämpfte sich erfolgreich durch das mit 32 Kämpfern an diesem Tag größte Teilnehmerfeld der 73kg-Klasse.

Zwar brachte ihm eine unglückliche Losung einen zusätzlichen Kampf ein, doch mit maximaler Offensive lies er die Gegner gar nicht richtig in ihren Kampf finden. Selbst die beiden zwei Jahre älteren als Favoriten gesetzte Gegner des Leistungszentrums Heidelberg konnte er mit teilweise waghalsigen Wurfkombinationen vorzeitig ausschalten. Im   vorletzten Kampf gelang Robin Mohr ein recht schwungvoller Niederwurf des Gegners, wobei dieser sein Knie dem Bühlertäler versehentlich in den Bauchraum rammte. Den Titel des besten Badners hatte Robin Mohr mit diesem Kampfsieg bereits in der Tasche, doch der Einsatz der Sanitäter war unumgänglich. Die auch nach etlichen  Minuten verbleibende Atemnot verhinderte den vom Jungkämpfer an diesem Tag anvisierten Durchmarsch auch im schwäbischen Finalkampf. Stattdessen ging es per Notarzt unter der Sauerstoffmaske ins Krankenhaus, wo nach stundenlanger Diagnose schließlich eine Lungenkrampfung und Rippenprellung festgestellt wurde. Die Freude des Bühlertälers war groß, als er dann am Abend bereits wieder nach Hause entlassen wurde und er sich mit seinem badischem Platz 1 trotz verpasster Siegerehrung eindrucksvoll für die Süddeutschen Einzelmeisterschaften qualifiziert hatte. Die verordnete kurze Trainingspause zur Lungenschonung wird den Budokai-Kämpfer nicht daran hindern, in drei Wochen auch auf der nächsten Wettkampfebene um die vorderen Ränge mitzukämpfen.